Unser Grundofen im Blockhaus - Das Herzstück für die kalten Tage

1. Entwurf vom geplanten Grundofen. Zeichnen kann Vaddi wie nen Großer! ;)
1. Entwurf vom geplanten Grundofen. Zeichnen kann Vaddi wie nen Großer! ;)

Im Grunde genommen ist ein Grundofen grundsätzlich Grund genug, um gründlich zu grinsen! (Wer diesen Satz fünf Mal ganz schnell hintereinander laut und deutlich aussprechen kann, bekommt ein Eis!)

 

Er hält warm! Sieht gut aus! Produziert Erzeugerstolz (nicht nur beim Bauen, sondern vor allem beim Beheizen und „Erzeugen des Brennholzes“)! Ist wartungsarm und einfach vom Konzept!

 

Wenn man kein Gas im Haus haben möchte und einem die anderen Heizsysteme aus verschiedenen Gründen nicht so richtig zusagen, kommt man am Heizen mit Holz gar nicht mehr vorbei. Doch kannte ich auch nur die alten Kachelöfen, die unglaublich viel Dreck produzierten und die Wärme nicht sehr lange speichern konnten.

 

Vaddi bei der Arbeit. Hier beim Grundofenbauseminar Mitte 2016 mit Monika Wildemann von OFENKUNDIG
Vaddi bei der Arbeit. Hier beim Grundofenbauseminar Mitte 2016 mit Monika Wildemann von OFENKUNDIG

Bei der Recherche im Netz sprangen uns dann auf einmal die besagten Grundöfen ins Auge und ich habe spontan an einem Grundofenbauseminar in Wangelin (Meck’Pomm) teilgenommen, wo man den Aufbau live und in Farbe erleben konnte. Und was soll ich sagen: Der Hammer! Ich habe mich gleich in das Konzept verliebt und wir haben dort in einem Bauernhaus mit Monika von „ofenkundig“ eine Woche lang geschnitten, geklebt, geklammert, gemessen und gewischt.

 

Endlich mal weg vom Schreibtisch und rein in den harten Handwerkeralltag. Vaddi auf Montage! Im Auto bei sehr kalten Nächten geschlafen, um 7 Uhr auf der Baustelle und 16.30 Uhr Feierabend. Danach: Fertig mit der Welt! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schwer solche Schamottsteine sind.

 

Als wir den Ofen dann nach einer Woche das erste Mal angefeuert haben, grinste nicht nur der Bauherr wie ein Honigkuchen.

 

Nach der Woche stand also fest: Wenn wir bauen, dann nur mit einem Grundofen!

 

Hier wird von uns der Kern des Grundofens verklammert. Um diesen Kern kommt dann noch eine Schamotthülle
Hier wird von uns der Kern des Grundofens verklammert. Um diesen Kern kommt dann noch eine Schamotthülle

          Vorteile:

  • Die angenehme Strahlungswärme ähnelt der der Sonne
  • Sehr hohe Speicherkapazität
  • Wirkungsgrad von bis zu 90 %
  • Kaum Luft- und Staubbewegung
  • Sieht geil aus und aufgrund der großen Scheibe bekommt man auch noch das Kaminfeeling gratis dazu

Nachteile (wenn man sie denn so nennen möchte! ;))

  • Ein bis zwei Mal am Tag anheizen … ungefährer 12-h-Rhythmus
  • Es wird trockenes und im Idealfall gutes Holz (Eiche, Buche, Ulme, Birke, Robinie) benötigt, wobei es natürlich auch mit Nadelholz warm wird … dann muss halt mehr reingepackt oder öfter nachgelegt werden
  • Wenn das Holz nicht gespalten gekauft wird, wartet schon ein bisschen Arbeit auf einen. „Holzkontakte“ aufbauen, abholen, Stämme in kleine Stück sägen, hacken, stappeln … aber ganz ehrlich: Das ist für mich keine Arbeit, sondern purer Spaß! Habt Ihr schon mal ein Stück Holz gespalten? Dieses Gefühl, wenn die Axt in das Holz eindringt und die Scheite links und rechts zur Seite springen ... dieser Anblick, dieser Geruch! Nen Traum! :)

Oben findet Ihr mal unseren ersten Entwurf des Ofens, der dann unter die Treppe im Flur kommt. Durch die Ecktür sehen wir das Feuer dann nicht nur vom Esstisch, sondern auch aus dem Wohnzimmerbereich. Auf der Bank kann man sich stinklangweilig einfach die Schuhe anziehen oder gemütlich ein Buch lesen. Ich befürchte beinahe, dass das mein Lieblingsplatz im Haus werden könnte … jedenfalls im Winter!

 

Auf jeden Fall freuen wir uns schon auf das Herzstück des Hauses und hoffen, dass uns das Biest auch an kalten Tagen so halbwegs warm hält. Aber wie gesagt: Die Erderwärmung ist auf unserer Seite und wenn wir Menschen so weiter machen, wird uns bald von anderer Seite Feuer unterm Hintern gemacht.

Wenn Ihr weitere Infos zu Grundöfen haben wollt, stöbert doch einfach mal auf der Seite von unserer Ofenbauerin des Vertrauens … dort gibt es auch eine Menge schöner Beispiele und Referenzobjekte. Wenn man die sieht, will man doch wieder ein größeres Haus bauen … nein Marco, pfui und aus! Große Häuser sind böööööööse!

 

PS: Wenn der Ofen Ende März/Anfang April bei uns aufgebaut wird, haben wir mit Monika zusammen eine Art Schaubaustelle geplant. Wer also Interesse hat, so etwas hautnah mitzuerleben, kann sich einfach bei uns melden.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Arvid (Samstag, 21 Januar 2017 15:19)

    Ein Hausbau ist bei uns in weiter, weiter Ferne, aber sich die Sache mal anschauen würde ich trotzdem ganz gerne.

  • #2

    Marco (Samstag, 21 Januar 2017 16:40)

    Arvid, Ihr seid jederzeit herzlich eingeladen! :) Aber nicht wundern, wenn wir Euch rein zufällig eine Blockbohle und nen Hammer in die Hand drücken ... wenn Ihr schon einmal da seid. ;) Liebe Grüße an Euch und ein schönes Wochenende, Marco