Woche der Entscheidungen! Blockhaus-Fragen-Antwort-Spiel Teil 2

Wir haben schon einmal die Umgebung erkundet. Am Liepnitzsee sind dann viele Erinnerungen aus den Kinder- und Jugendtagen hochgekommen.
Wir haben schon einmal die Umgebung erkundet. Am Liepnitzsee sind dann viele Erinnerungen aus den Kinder- und Jugendtagen hochgekommen.

Die letzten Tage waren geprägt von etlichen Mails, Anrufen und persönlichen Treffen mit den anstehenden Gewerken. Teilweise echt anstrengend, aber insgesamt erfolgreich: Baustellenklo? Check! Gerüstbauer? Check! Stromanschluss? Check! Dachdecker? Check! Grundofen? Check! Schornstein? Check! Richtmeistertreffen? Check! Wandpläne aus Finnland? Check! Total im Arsch? Check!

Naja, ich will nicht rumheulen ... es macht ja auch Spaß! Denn vor allem auch die Kommunikation mit Finnland läuft sehr gut. Mit dem typisch deutschen Handwerker ist es nicht immer und überall so einfach, aber das liegt primär daran, dass die Jungs gerade richtig viel zu tun haben. Da lockt natürlich so ein kleines Pupshaus nicht jeden spontan hinter dem Ofen hervor ... und schon gar nicht ans Telefon.

Eine Hiobsbotschaft gab es aber schon: Beim Kontrollmessen der Bodenplatte haben wir gemerkt, dass diese auf beiden Seiten 3 cm zu groß ist und damit die äußere Bohle nicht über die Platte ragen kann. Der Richtmeister hat mich schon beruhigt und versprochen, dass wir da eine Lösung finden. Der Bodenplattenbauer ist gerade im Urlaub, so dass wir mal schauen, wie wir das hinbekommen. Alles wird gut.

 

Blockhaus-Fragen-Antwort-Spiel, Teil 2:

 

Wie versprochen, kommt jetzt hier der zweite Teil der beliebten Fragerunde ;) ... gleich zum Anfang eine Publikumsfrage von der Facebookseite:

 

Ein Großteil des Hauses besteht ja aus Holz. Welche Bestandteile des Hauses müssen aus anderen Materialien hergestellt werden (vlt. Dach, Heizung, Wasser, Dämmung) und wo siehst Du noch Verbesserungspotential? Stichwort "Fingerabdruck"!

Basti, besten Dank für diese unglaublich gute Frage! ;) Da fällt mir jetzt schon sofort eine Sache ein: Die Bodenplatte! Aufgrund der Statik und der Vorgaben ist diese meiner Meinung nach echt überproportional dick und mit viel zu viel Eisen bewehrt. Hier würde ich beim nächsten Haus mutiger sein und auf ein reines Streifenfundament mit Glasschaumschotterfüllung ausweichen. Aber für einen Baulaien ist das echt ziemlich schwer, sich da mit seinen Ideen durchzusetzen. Die klassischen Statiker und Bodenplattenbauer machen halt vor allem das, was sie am besten können: Klassische Bodenplatten bauen!

Bei der Dämmung sind wir mit Zellulose schon sehr ökologisch, denn das ist ganz einfach nur zerschreddertes Zeitungspapier, welches dann zwischen die Bohlen eingeblasen wird. Und das dann auch alles ohne Folie.

Beim Dach werden wir Tonziegel nehmen, was ja auch ein Naturstoff ist. Zur Heizung wurde schon viel gesagt und sollte aus den genannten Gründen auch passen. Die Klogeschichte ist natürlich suboptimal, wenn man es wirklich ernst meint: Hier müsste ein Kompostklo hin, damit unsere (teils sehr) großen und kleinen Geschäfte nicht mit Trinkwasser runtergespült werden. Doch auch hierfür waren wir nicht mutig genug bzw. haben die Verpflichtung, uns ans Abwassernetz anzuschließen. Ich habe mir aber vorgenommen, im Garten ein Kompostklo zu bauen, welches wir dann benutzen können ... psst, die Mädels wissen auch davon noch nichts! ;) Ich werde aber weiter berichten, wenn wir an bestimmte Grenzen stoßen und erkennen, wo beim nächsten Mal nachgebessert werden muss.

 

Wann wollt Ihr denn dann einziehen?

Ab 1. März geht's los, Ende März soll alles regendicht sein und dann beginnen der Innenausbau, der Anstrich und die Restarbeiten ... da bei Blockhäusern ja nichts trocknen muss, wird es schneller gehen als beim klassischen Steinhaus, doch wann wir nun genau einziehen, kann ich nicht sagen. Ich hoffe, im Juli wird es spätestens im Groben durch sein.

 

Wie das Haus warm wird, habe ich ja nun verstanden, aber wie bekommt Ihr denn nun das Wasser warm?

Aha, und schon sind wir wieder beim Heizsystem! ;) Bei der Warmwasserzubereitung werden wir mit dezentralen Duchlauferhitzern und in der Küche mit einem kleinen Boiler arbeiten. Da wir aber nur oben bei Dusche plus Wanne, in der Küche und im Gästeklo unten Warmwasser brauchen, hält sich das in Grenzen. Die Investitionskosten sind im Vergleich sehr gering, die Wartung ist überschaubar, nur die Stromkosten werden natürlich abhängig von unserem Verbrauch höher als normal. Wirtschaftlich ist das aber kein Problem, wenn man die Einrichtungskosten einer alternative Warmwasseraufbereitungsanlage anschaut. Da sind insgesamt tausende von Euros Puffer, die wir mit Ökostrom verbraten können. Und diese komplexen Anlagen müssen ja dann auch gewartet und irgendwann für viel Geld erneuert werden. Wer am Ende gewinnt, kann ich Euch nicht sagen, doch führen so wie überall halt mehrere Wege nach Rom bzw. zum warmen Wasser.

 

Ich werde auch wieder die nächsten Fragen sammeln und demnächst veröffentlichen ... wenn Euch noch was auf dem Herzen liegt, schreibt mir einfach und fragt, was Ihr fragen müsst! :)

 

 

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